Kappensitzung 1999

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Sizilianer lassen Glocken klingen

Kappensitzung in Kyllburg – Ritter Kuno aus Malberg war wieder zu Gast

KYLLBURG, (erb) Die Kyllburger Narrenschar hatte sich am Samstag zur zweiten Kappensitzung eingefunden. Sitzungspräsident Otmar Schiffmann begrüßte in der festlich geschmückten Turnhalle den Freiherrn von Schawen mit seinem Gefolge, den Zeremonienmeister und den Elferrat. Freiherr von Schawen (Reinhold Uhrmacher) verlas die Regierungserklärung für die närrische Zeit und kritisierte das städtische Geschehen des vergangenen Jahres.

Dann huldigte das närrische Volk dem Kinderprinzenpaar Prinzessin Stefanie (Weides) und Prinz Daniel (Neises). Als erster Höhepunkt erwies sich Ricky's Popsofa. Ricky (Jaqueline Böcker) hatte Wolfgang Petry (Lisa Deges) auf ihr Sofa eingeladen. Ricky fand das alles „supigeil", und die Narren waren ihrer Meinung. Als "Diplom-Euro-Verkaufsmanagerin" erklärte Sylvia Ostermann einer Kyllburgerin (Hella Lano), was sie alles beim Weiterbildungsseminar des Arbeitsamtes gelernt hatte.

Frank Schmitt und Reinhold Uhrmacher verkündeten sodann die "Samstag-Nacht-Nachrichten" aus aller Welt. Mit viel Spannung erwartet wurde die Rückkehr der glorreichen Sizilianer. Als Camorra-Bosse ließen Heinrich Strauch, Otmar Schiffmann, Arno Rütz und Christian Zimmer die Glocken von Rom erklingen. Das Narrenvolk verlangte eine Zugabe, die Camorra-Leute ließen bereitwillig ein zweites Mal ihre Glocken, getarnt als Bratpfannen, erklingen.

Guildo Horn und die Kinder des Meisters sagten "Danke" für die Wunder, die es immer,wieder gibt. Ohne mehrere Zugaben konnte der Meister die Bühne nicht verlassen. Christian Schmidt und Herbert Matschulies hatten, getarnt als Schweine, festgestellt, daß es in Kyllburg mehr Blumenläden als Kneipen gibt. Auch suchen sie zusammen mit dem Verbandsgemeinderat noch immer einen Namen für die Grund- und Hauptschule. Ihr Vorschlag "Streits-Bubi-Schule" fand die breite Zustimmung des Publikums.

Nachdem der Ritter Kuno aus Malberg im vergangenen Jahr nicht in Kyllburg erschienen war, wurde er jetzt mit großer Freude vom Kyllburger Schmino begrüßt, nicht nur deshalb, weil die Kunos vermehrt bei den Schminos ihre Häuser bauen. Überhaupt waren sich die beiden einig, daß die Sendung "Fahr mal hin" besser umbenannt würde in "Komm bloß nicht her".

Viel umjubelt wurde dann der Tanz der Funkengarde aus den zwanziger Jahren.

Die singenden Pinguine, "Strack im Frack", längst ein Begriff in der Kyllburger Waldeifel und dem Umkreis, brachten die Stimmung noch einmal auf den Höhepunkt. Mit dem großen Finale aller Akteure schloß die Sitzung.

Trierischer Volksfreund, 02.02.1999

Kategorie: Textarchiv