Kappensitzung 1963

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Es gab eine Reihe von Hausorden

Kyllburger Karnevalisten begeisterten in einer prunkvollen Fremdensitzung

KYLLBURG. Die Fremdensitzung der Kyllburger Karnevalisten im Hotel "Zur Post", über die bereits berichtet wurde, war der Höhepunkt der bisherigen karnevalistischen Veranstaltungen. Die zahlreichen Besucher, darunter sehr viele Auswärtige, waren hellauf begeistert von dem Gebotenen. Mit Recht können die Kyllburger Karnevalisten stolz auf diesen Erfolg sein, zumal es sich bei den Personen in der Bütt um Kyllburger Bürger handelt, die sich aur Aufgabe gestellt haben, den Mitmenschen Frohsinn und Freude zu schenken.

Der große Saal, farbenprächtig dekoriert, war bis auf den letzten Platz besetzt, als das Orchester des Kyllburger Musikvereins lebhaft begrüßt, einmarschierte und mit flotten Weisen unter Hein Wißmann bald die richtige Stimmung schuf. Nach Verkündung der Botschaft des Elferrats durch Oberzeremonienmeister Könen hielten die Funken, an ihrer Spitze das Funkenmariechen Ute Prinz, und der Elferrat unter tosendem Beifall und Helau-Rufen ihren Einzug.

Präsident Richard Allmann gab sodann den Start zu dem über vier Stunden dauernden närrischen Treiben. Humorvoll steuerte er das Narrenschiff durch die hochgehenden Wogen. Mit dem Kyllburger Karnevalsschlager "Mir sein erom dao", von allen begeistert mitgesungen und mitgeschunkelt, begann der Reigen. Nun hatten die Kanonen der Bütt das Wort. Mit ihren Vorträgen und Gesangsdarbietungen strapazierten sie die Lachmuskeln. Immer wieder erhielten die Mitwirkenden für ihre Darbietungen tosenden Beifall. Der als Lohn vom Elferrat verliehene Hausorden wurde durch das Funkenmariechen überreicht.

Vizepräsident Josef Pauly würdigte die meisterliche Leistung des Präsidenten in der Führung des Narrenzepters und dankte ihm für seine treue und stets begeisternde Mitarbeit seit dem Wiederaufleben des Kyllburger Karnevals. Er wurde mit dem Hausorden ausgezeichnet. Den Orden erhielten auch Amtsbürgermeister Schuster für seine steten Bemühungen um die Förderung der örtlichen Vereine sowie Theodor Hollerbach, Josef Zimmer und Josef Hollerbach. Den Abschluß des närrischen Abends bildete wiederum der Auftritt der beliebten Majopals. Mit ihnen auf der Bühne stand auch der Verfasser des Textes ihrer Liedvorträge, Hans Erwin Brück, der ebenfalls dekoriert wurde. Die letzte Kappensitzung der diesjährigen Session findet am Samstag, 16. Februar, ebenfalls im Hotel "Zur Post" statt.

Trierischer Volksfreund, 1963

Kategorie: Textarchiv