Kappensitzung 1962

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Ganz Kyllburg stand kopf

Eine ausgezeichnete und mustergültige Prunksitzung der Kyllburger Karnevalisten

KYLLBURG. Die erste große und prunkvolle Kappensitzung der Kyllburger Karnevalisten war wieder ein voller Erfolg. Der Saal im Hotel zur Post war bis auf den letzten Platz besetzt. Es war eine Sitzung, die sich weit über unsere Heimatstadt sehen lassen kann.

Vor ihrem Beginn spielten die in prachtvolle Kostüme gekleideten Mitglieder des Musikvereins Kyllburg unter Dirigent Heinrich Wissmann Märsche. Fanfarenbläser kündigten dann Oberzeremonienmeister Adam Könen an und unter den Klängen des Narrhalla-Marsches marschierten die Funken mit Funkenmariechen (Maria Schillen) und dem Elferrat unter dem starken Beifall der Zuschauer ein. Präsident Richard Allmann begrüßte die Versammelten und steuerte dann das Narrenschiff durch die Wogen. Darauf wurde der Karnevalsschlager "Mier sein erom dao" von Matthias Raths unter Musikbegleitung von Josef Atzhorn vorgetragen. Den Reigen der Büttenredner eröffnete Klaus Gerhards als Fischers Maathes und Peter Weinandy gab seine Erlebnisse als Tippelbruder preis. Frau Annemarie Kronibus kam diesmal als Schulkind und hatte einen schönen Erfolg. Zwei neue Karnevalsschlager von Matthias Raths folgten.

Jürgen Pütz als Lehrling war vorzüglich und Arnold Bolz als "Heimkehrer von der Olympiade" und als "Frau Kattleia" erfreute ebenso wie Franz Schluifelder, der seine Erlebnisse als "heimkehrender stiller Zecher" vortrug. Eine Glanz- und Spitzenleistung boten wie in jedem Jahre die vier Majopals (Matthias Schon, Alfred Pauly, Josef Atzhorn und Peter Krämer), die mit ihren Liedvorträgen die große und kleine Politik berührten. Der stürmische Applaus für die einzelnen Darbietungen wollte nicht enden. Sowohl die Büttenredner wie auch die Organisation und nicht zuletzt die Aufmachung des Saales machten den Abend zu einem wirklich guten Startschuß der Kyllburger Karnevalsveranstaltungen.

 

Trierischer Volksfreund, 05.02.1962

Kategorie: Textarchiv