Kappensitzung 1961

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Ein großer Tag bei den Kyllburger Karnevalisten

Reicher Ordenssegen für überragende Leistungen in vierstündiger Kappensitzung

KYLLBURG. Die Kyllburger Karnevalisten hatten am vergangenen Sonntag wieder einen großen Tag vor ausverkauftem Hause. Ihre Kappensitzung war wieder eine Spitzenleistung. Hier treten Männer aus dem Volk, Kyllburger Bürger hervor, die es sich zur Aufgabe gestellt haben, mit gesundem, urwüchsigem Humor ihren Mitmenschen Frohsinn und Freude zu bereiten. Das ist ihnen auch diesmal wieder aufs beste gelungen.

Schon die Aufmachung des Saals im Hotel zur Post ließ keine Wünsche offen. Ebenso dekorativ war das Auftreten des Elferrates mit seinem Präsidenten, der Funkengarde, des Musikkorps und der Fanfarenbläser. Zeremonienmeister Könen gab, nachdem das Musikkorps und die Fanfarenbläser in ihren prächtigen Uniformen einmarschiert waren, die Botschaft des Elferrates bekannt. Unter tosendem Beifall marschierten dann die Funken, an ihrer Spitze das Funkenmariechen (Ingrid Rehkopp), und der Elferrat ein. Präsident Richard Allmann gab dann nach einer Begrüßungsansprache, die alle Närrinnen und Narren in das richtige Fahrwasser brachte, den Startschuß für ein vierstündiges Programm, das noch bei weitem das übertraf, was die Besucher erwartet hatten. Klaus Gerhards Lumumba war wieder eine Glanzleistung, und Peter Weinandy als Pechvogel war trotz stürmischem Beifall nicht aus der Ruhe zu bringen. Frau Annemarie Kronibus, Kyllburg, hatte einen sehr guten Auftritt als "Miß Kyllburg". Bäckermeister Matthias Raths brachte wieder zwei wundervolle neue Schlager "Kurpark Hahn" und "Kyllburg ist nicht Baden-Baden", Arnold Bolz als Reservist und als Fräulein Peperomia erhielten stürmischen Beifall. Helmut Schwickerath, der Student mit dem urwüchsigen Bart, kam aus dem Orient und erhielt mit seinen Erlebnissen aus dem Café Oriental ebenfalls reichen Beifall. Kaplan Franz Werner Schaaf bot mit seinen Vorträgen "Der Chronist" und "Der Jäb" eine Glanznummer. Auch Schlui-felder Franz, der stille Zecher, erntete viel Beifall. Ein besonderer Schlager waren wieder die vier Majopals, die lustigen Sänger (Matthias Schon, Alfred Pauly, Josef Atzhorn, Peter Krämer). Mit Jungkarnevalist Jürgen Pütz haben die Kyllburger Karnevalisten einen guten Zuwachs zu verzeichnen. Sein Vortrag brachte viel Heiterkeit und reichen Beifall. Alles in allem: Eine Glanzleistung, und Präsident Allmann hatte oft Gelegenheit, prächtige Karnevalsorden zu verleihen und durch das Funkenmariechen überreichen zu lassen.

Die große Fremdensitzung, die schon ausverkauft ist, ist am Samstag, 4. Februar.

Trierische Landeszeitung, 31.01.1961

Kategorie: Textarchiv