Die 2. Kappensitzung

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25 Feb 2014 0 dussy

Man sagt, dass ein Bericht über die eigenen Veranstaltungen immer möglichst positiv ausgedrückt werden sollte. Wohl aus dem Grund, den eigenen Verein in ein gutes Licht zu rücken, ihn etwas besser aussehen zu lassen. Der Trierische Volksfreund hat es versucht und ist meiner Meinung nach wieder einmal gescheitert. In Ordnung, die Namen waren fast alle richtig geschrieben (nur Stefan Krämer wurde vergessen, aber dafür war ja der Karsten Fiek da und Benno – ja, ich weiß, dass du dich mit Doppel-A schreibst.). Das lag an der Namensliste, die die Trierer Anzeigenverkäufer angefordert hatten. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, jemanden von der Zeitung am vergangenen Samstag (22.02.2014) in der Narrhalla gesehen zu haben. Der Zeitungsmensch war sicherlich nur wenige Minuten da, um sein Foto zu machen und düste dann ab, um weitere 10-20 Kappensitzungen zu „besuchen“. Ich wage zu bezweifel, dass 5 Minuten ausreichen, um eine fast 6-stündige Veranstaltung pressetechnisch zu beurteilen. Sei’s drum.Vielleicht ist der ein oder andere Leser interessiert einen echten Augenzeugenbericht zu bekommen? Ich werde es versuchen, aber der Bericht wird sehr selbstkritisch werden. Und, er spiegelt meine persönliche Meinung und Beobachtungen wider. Es ist nun mal nicht alles Gold, was glänzt, um einen Redebeitrag zu zitieren.

Die Kyllburger Kappensitzung war in den letzten auf dem besten Wege zu einem Drama in zwei Akten zu verkommen. Die Ursachen sind vielfältig. Zum Beispiel mangelndes Interesse potenzieller neuer Akteure, sich die Zeit zur Ausarbeitung eines eigenen Beitrags zu nehmen. Was zur Folge hatte, dass der überwiegende Teil der Programmpunkte aus Tänzen bestand. Man hörte sogar schon das Wort Tanzfestival im Zusammenhang mit unserer Kappensitzung fallen. Dazu kam ein Wandel beim Publikum. Vermehrt nutzten Jugendliche die Kappensitzung (ich werde es ab jetzt mit KS abkürzen, ist mir sonst zu viel zu schreiben), um mächtig einen zu bechern. Ich möchte hier nicht allen Jugendlichen pauschal ein schlechtes Benehmen andichten. Das wäre ungerecht gegenüber denen, die sich noch zu benehmen wissen. Aber auffällig ist, dass diejenigen, die durch lautstarkes schwätzen auffallen, in der Regel Jugendliche sind. Unsere KS wurden mit den Jahren zunehmend lauter und das vergraulte vor allem das ältere Publikum. Das ist eine Art Teufelskreis. Aus ihm kommt man nur mit allerhöchster Anstrengung heraus. An dieser Stelle möchte ich behaupten, dass wir diesen Kreis endlich aufgebrochen haben. Ganz durchbrochen ist er noch nicht, aber wir sind auf einem guten Weg. Nicht zuletzt dank des Engagements von Herbert Matschulies. Er hatte es in die Hand genommen und eine kleine Schar von motivierten Leuten um sich gesammelt. Gemeinsam suchte man nach Möglichkeiten einer Renaissance des Kyllburger Karnevals. Und man wurde fündig. Bestes Beispiel ist die kleine Kammer-KS im Eifeler Hof (15.02.2014). Volles Haus – Super Stimmung – Tolle Beiträge – Dankbares Publikum.
Das versetzte alle, Akteure, wie auch den Vereinsvorstand, in eine Hochstimmung, die jedoch mit der 2. KS aus meiner Sicht einen leichten Dämpfer erfuhr. Doch dazu erst später etwas. Zunächst möchte ich von den Dingen berichten, die beweisen sollen, dass wir auf dem besten Weg sind, um die Foasicht für die Zukunft fit zu machen.

Dass wir ein tolles Programm hatten war uns spätestens seit der Premiere im Eifeler Hof bewusst. Die kuschelige Atmosphäre des einstigen Vorzeigehotels tat ihr übriges dazu. Doch wie sollte man dieses Klima in die Turnhalle transferieren? Fest stand, mit dem bisherigen Aufbau der Halle wäre das nicht zu schaffen. Bislang war die Bühne an der Stirnseite der Halle. Alle Tische standen parallel mit der Schmalseite zur Bühne. Das schaffte viele Sitzplätze (ca. 320). Hatte allerdings den Nachteil, dass einige Plätze sehr weit von der Bühne entfernt waren. Diese Plätze wurden bevorzugt von denjenigen besetzt, die wenig Interesse am Geschehen auf der Bühne hatten. Dazu kam die schwindende Anzahl an KS-Besuchern. Zuletzt war nur noch jeder zweite Platz besetzt. Als Akteur hatte man da Gefühl vor einer leeren Halle aufzutreten.
Unser Lösungsansatz war, dass alle Plätze möglichst dicht an die Bühne heran gestellt werden müssten. War aber mit der bisherigen Anordnung nicht möglich. Und wenn der Prophet (Publikum) nicht zum Berg (Bühne) geht, muss der Berg halt zum Propheten kommen. Wir rückten also die Bühne in die Mitte der Halle, direkt vor die Fenster. Somit war der entfernteste Platz maximal 3 Tischlängen (entspricht etwa 6 Metern) von der Bühne entfernt. Zudem stellten wir die Tische fächerförmig um die Bühne herum auf. Somit hatte jeder optimalen Blick zur Bühne, ohne sich den Hals verrenken zu müssen. Die neue Sitzordnung verknappte auch automatisch die Anzahl von Sitzplätzen (nur noch etwa 250). Eine Weitere Maßnahme betraf den Thekenbereich, der oft eine der größten Lärmquellen war. Durch Abtrennung des kompletten Geräteraumbereichs, würde sich kein Besucher mehr an der Theke „festsaufen“ können. Alles in allem waren wir höchst zufrieden mit den Vorbereitungen. Die KS konnte starten.
Dass die Halle gut gefüllt sein würde war nicht selbstverständlich nach dem guten Besuch der Eifeler-Hof-Sitzung. Durch die hohe Anzahl an Platzreservierungen wurde uns jedoch bald klar, dass die Halle dennoch voll würde. Um kurz vor Acht waren alle Plätze besetzt und es strömten weiter Besucher in die Halle. Überall wurden zusätzliche Stühle beigestellt und dennoch fanden nicht alle Besucher einen Sitzplatz. Der tollen Stimmung tat das keinen Abbruch. Also konnten wir, dank des Besucheranstroms äußerst motiviert den Abend starten.

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Den Beginn machte, wie bereits zuvor im Eifeler Hof, Alexandra Meusel. Vor der Sitzung machte sie ein Warmup, das den Besuchern mächtig einheizte. So erzählte sie z.B. eine kleine Geschichte, gespickt mit Musikschnipseln. Die sekundenkurzen Ausschnitte waren so gewählt, dass an passender Stelle immer ein „Verhörer“ zu hören war. Ein Beispiel: Beim Lied „All the leaves are brown“ kann der, des Englischen unkundige Hörer auch gerne „Anneliese Braun“ verstehen. Mit ganzem Körpereinsatz performte Alex die zuvor mühevoll zusammengeschnittene Aufnahme. Das Publikum war dankbar und lachte herzhaft. Nun war das Narrenvolk in der richtigen Stimmung, sodass die Sitzung starten konnte.

Zum ersten Teil, der Eröffnungszeremonie, gibt es nichts außergewöhnliches zu berichten. Daher mach ich es wie der Volksfreund und nenne einige Namen (Hoffentlich komplett und richtig geschrieben). Auf die Bühne marschierten die Funken, der Elferrat (Frank Schmitt, Oliver Wagner, Timo Schakat, Alex Bujara, Kay Thömmes, Mike Schwandt, Jonas Knauf, Michael Metzger, Christian Hattenrath, Frank Scholer, Julien Böcker), der Oberzeremonienmeister (Christian Schmidt) und die Vorsitzende (Kerstin Mayer). Im Anschluss betrat der Freiherr von Schawen (Otmar Schiffmann), voran sein Negus (Angelo Marsella) und springend im Saal der Hanswurst (André Freres), dahinter die beiden Pagen (Christian Felz und Simeon Steinke), die Bühne der Narrhalla. Der Sitzungspräsiden hielt seinen Eröffnungprolog und dann wurde das Kyllburger Lied vorgetragen von den Sängern des Männerquartetts (Ralf Schliebs, Stefan Metzen, Hans-Josef Boltz, Hans-Gerd Pflüger, Klaus Metzen und Peter Schmitt), die als „de Brändis“ auftraten.
Eine ungewöhnliche Sache fällt mir dann doch noch ein. Die anschließende Rede des Freiherrn von Schawen war, für seine Verhältnisse, außerordentlich kurz und dennoch so brillant und pointiert gereimt wie immer.
Die Bühne wurde geräumt um Platz zu schaffen für die Jugendgarde der KKG (Hannah Simon, Nina Krämer, Anne Schliebs, Anna Niederprüm, Charlotte Ihßen, Klara Gorges, Marleen Dömer, Simon Tebeck – Celine Keidel musste verletzungsbedingt aussetzen). Sie schmissen bei ihrem Gardetanz gekonnt die Beine in die Luft und begeisterten so das Publikum. Ja, man hatte das Gefühl, es wird ein richtig toller Abend.

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Als erste im Bunde in der Kategorie Gesangsbeiträge war das SYWO-Duett. Als Clowns verkleidet sangen Sylvia Ostermann und der Kyllburger Ortsbürgermeister Wolfgang Krämer unter anderem vom Schein und Sein und, in ihrer Zugabe, vom einstigen Markttreiben in Kyllburg.
Der nächste Programmpunkt war ein Redebeitrag ohne Rede. Das klingt verwirrender als es letztendlich war. Die Akteure, Andreas Schneider und Alexander Bujara, traten als menschliche Drucker auf, die die Worte, die sonst gesprochen werden auf Blättern zeigten. Bei dem Vortrag war es nahezu mucksmäuschenstill. Nur unterbrochen durch zahlreiche Lacher und Tuschs des Musikvereins. Die Stille während dieses Beitrags ist insofern bemerkenswert, dass sie eigentlich hier gar nicht so von Nöten gewesen war, wie es bei den späteren Redebeiträgen der Fall gewesen wäre. Das beweist, dass der Mensch nicht gleichzeitig lesen und reden kann.
(Wäre zu überlegen eventuell Untertitel bei den Reden einzuführen…)

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Bis hierhin war die Sitzung schon ein voller Erfolg – aus Sicht des Publikums, wie auch aus Sicht der Akteure.
Wer viel geleistet hat für den Verein, der soll auch dafür belohnt werden. Dafür hat die KKG vor einigen Jahren den Ehrenkarnevalisten eingeführt. Geehrt wurden in diesem Jahr Paul Joachim Hennig, besser bekannt als Ackes und Sabine Schiffmann. Ackes hatte im Jahre 1979 quasi die Floßmannschaft ins Leben gerufen, die am 11.11. immer mit einem Floß die Fastnacht die Kyll herunter bringt. Zudem war er Jahrelang aktiv auf der KS-Bühne zu sehen und fuhr zudem den Traktor des Schawenwagens. Sabine war von Kindesbeinen im Kyllburger Karneval aktiv; zunächst als 3-fache Kinderprinzessin, dann als Funke und schließlich, mit kurzen Unterbrechungen, immer wieder im Vorstand. Die Geehrten erhielten jeweils einen rollenden Hahn am kurzen Band und dürfen sich von nun an Ehrenkarnevalist nennen.
Es ging nun weiter im Programm. Die Ehre, die erste Büttenrede zu halten, hatte unsere Vorsitzende Kerstin Mayer. Verkleidet als bärtiger Mann mit Perücke erzählte Sie von „ihren“ abenteuerlichen Erlebnissen mit der Potenzpille Viagra, die am Ende mit einem realen Bauchplatscher endeten. Die Rede, die eine Woche zuvor noch das Publikum zu Beifallsstürmen hinriss, landete beim Turnhallen-Publikum einen sprichwörtlichen Bauchplatscher. Mit jedem Reim Kerstins wurde das Publikum lauter, so dass sie kurz davor war abzubrechen. Zuliebe der Zuhörer, die am Beitrag interessiert waren, tat sie es nicht. Ab da schwanden unsere Hoffnungen, dass unsere Maßnahmen zu Geräuschreduzierung greifen würden.
Nun zurück zu etwas erfreulicherem. Überraschenderweise galt es noch eine weitere Person in den erlauchten Kreis der Ehrenkarnevalisten aufzunehmen – nämlich den Sitzungspräsidenten und ehemaligen 1. Vorsitzenden Frank Schmitt. Dieser war eigentlich per Zufall zur KKG gekommen, als 1992 ein neuer Hanswurst gesucht wurde. Und seit dieser Zeit blieb er beim Verein und übernahm vielfältige Aufgaben, unter anderem im Vorstand. Auch er erhielt einen rollenden Hahn am kurzen Band.
Sichtlich gerührt von der Ehrung startete er mit Elan zu seiner eigenen Büttenrede. Er erzählte von seiner Exkursion in den Dreiser-Büsch, um dort eigenhändig einen Weihnachtsbaum zu schlagen. Man kann zurecht behaupten, dass Frank ein geübter Büttenredner ist. Seine Stimme ist durchdringend und man kann ihn sehr gut verstehen, aber gegen den weiter anschwellenden Lärmpegel im Saal hatte er kaum eine Chance. Mühsam musste er sich den Applaus des Publikums erkämpfen. Dabei hatte er eine Woche zuvor bewiesen, dass die Rede das Publikum begeistern kann.
Da die Jugendgarde in Kürze in die Fußstapfen der Großen Garde treten wird, hatten die Damen und der eine Herr selbstverständlich auch einen Showtanz vorbereitet. Doch leider kann ich an dieser Stelle nicht viel darüber berichten, da ich während dieses, wie auch während des Dreiser Tanzes nicht im Saal war. Dem Applaus nach zu schließen muss er großartig gewesen sein. Wenn man bedenkt, dass die Gruppe in dieser Formation noch nicht lange zusammen tanzt, ist die Leistung, die mir bereits in den Proben zu Augen kam um so bemerkenswerter. Der Trainerin Heidi Bores kann man nur bescheinigen einen phantastischen Job gemacht zu haben. Der Karnevalsverein aus Dreis war selbstverständlich auch wieder angereist und hatte im Gepäck einen Tanz dabei. Als wilde Urzeitmenschen machte die Dreiser Showtanzgruppe die Bühne unsicher. Und man muss sagen, dem Publikum gefiels.

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Mittlerweile war der Uhrzeiger auf 23 Uhr vorgerückt. Eigentlich Zeit für eine Pause. Aber in Kyllburg gings Schlag auf Schlag. In Windeseile baute sich auf der Bühne eine Kölsch-Rock-Band mit Namen Firlefanz auf. 30 Minuten lang brachten sie mit ihren Liedern die Halle zum beben. Danach gab es eine kurze Pinkelpause. Die anschließend auch spielerisch in Szene gesetzt wurde. Alexander Bujara, Andreas Schneider, Mike Schwandt und Simeon Steinke strapazierten die Lachmuskeln des Publikums.
Die Kirchturmsdohlen (Andrea Marxen, Stefan Krämer und Christian Poß) sind von der Kyllburger KS nicht mehr weg zu denken. Mit bekannten Melodien verpacken sie das Geschehen im Ort des vergangenen Jahres in neue Texte. Ihre Themen waren unter anderem die Bahnhofsumgestaltung und die Neuausrichtung der KKG. Ich muss sagen, die Dohlen hatten es recht schwer gegen die Geräuschkulisse im Saal ankämpfen. Eine Woche zuvor, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Die späte Stunde, für die Dohlen vielleicht zu spät, und das stellenweise unaufmerksame Publikum verdarben etwas den eigentlich tollen Auftritt der drei Rabenvögel.

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Um etwas Abwechslung zu schaffen und die Stimmung zu heben war nun ein Tanz an der Reihe. Bedingt durch Krankheit und Schwangerschaft war die Oberfunkengarde auf vier Funken (Tina Schmidt, Bianca Keidel, Julia Okken, Carola Schelian) geschrumpft. Dennoch zauberten die Damen einen technisch einwandfreien Gardemarsch auf die Bühne. Das schwangerschaftsbedingte Fehlen der Trainerin Yvonne Ainsworth, führte im Laufe des Abend zur freudigen Nachricht über die Geburt ihrer Tochter Mia. Ein echtes Karnevalskind!
Die nächsten zwei Akteure hatten es nicht leicht. Die Bütten-Urgesteine Herbie (Herbert Matschulies) und Dussy (Christian Schmidt) persiflierten die Geschehnisse rund um den Limburger Bischof und kamen als Bischof Dussy-van-Elst und ein Kyllburger Messdiener auf die Bühne. Der Bischof sollte der Stadt Kyllburg zu mehr Glanz verhelfen, damit sie ihren Beinamen „Goldene Stadt“ auch zurecht trägt. Selbst die spontan in ihre Rede eingebauten Ermahnungen an das Publikum leiser zu sein nützten nichts. Herbie und Dussy gingen im lauten Geplapper unter.
Jetzt standen nur noch 2 Programmpunkte an. Nummer eins waren die Traumtänzer (Mike Schwandt, Andreas Schneider, Christian Felz, Stefan Schneider, Max Krämer, Judith Krämer, Jessica Krümmel), eine gemischte Formation mit immer neuer Besetzung und jährlich wechselndem Namen. Zunächst marschierte man als Elferräte und Funken auf. Und zauberte eine kleine Marscheinlage auf die Bühne. Dann gab es einen fliegenden Kleiderwechsel und Helene Fischer (Alexander Bujara) schwebte auf die Bühne. Das gefiel dem Publikum und alle klatschen und johlten mit. Das „KKG-Ballett“ stand auch in diesem Jahr unter der bewährten Leitung von Sabrina Schmidt und Christian Kerhoff-Urfell.

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Da die Jungs von Strack im Frack vor 14 Jahren das letzte Mal auf der KS-Bühne standen, hätte niemand gedacht sie dort noch einmal erleben zu dürfen. Doch Wunder gibt es immer wieder und so marschierten die Frackträger (Knut Lano, Benno Raabe, Christian Schmidt, Stefan Krämer, Thorsten Hendriks und Christian Poß; Karsten Fiek fehlte berufsbedingt) in diesem Jahr wieder auf.
Sie brachten ihre alten Schlager von „Veronika der Lenz ist da“, über „Wochenend und Sonnenschein“ bis hin zum kleinen grünen Kaktus zu Gehör. Man gab noch einige Zugaben bis die Mettwürstchen, die als Ersatz für die verbotenen Zigarren herhalten mussten, „aufgeraucht“ waren.
Zum großen Finale kamen alle Akteure wieder auf die Bühne und man schunkelte gemeinsam zu den Klängen des Kyllburger Liedes. Damit war die große KS zu ende.

Mein Resümee

Es war toll wieder eine proppenvolle Narrhalla zu haben. Der Umsatz an diesem Abend wird sicherlich der KKG-Kasse gut tun. Auch habe ich bislang keine negativen Bewertung über den Inhalt des Programms gehört. Was mich nur sehr stört, und da bin ich sicherlich nicht allein, ist der unglaubliche Lärmpegel während der Redebeiträge. Es ist meiner Meinung nach einfach respektlos denen gegenüber, die sich die Mühe machen Beiträge zu kreieren. Liegt’s an der heutigen Jugend? Waren wir früher genau so? Möglich. Müssen wir uns damit abfinden? Ich denke, nein! Doch was können wir tun? Abschließend ist die Frage hier nicht erörterbar. Das werden wir in den Zusammentreffen nach der Session besprechen. Doch eines ist sicher: Wir werden uns nicht auf den mit der Eifeler-Hof-Sitzung erworbenen Lorbeeren ausruhen. Nach dem Motto besser geht’s immer und in unserem Fall noch zusätzlich „et geht wie freher“ möchte ich meinen Aufsatz nun schließen. Er ist etwas länger geworden als beabsichtigt und enthält zudem meine eigene, persönliche Meinung. Ich bin mir sicher, der ein oder andere sieht manche Sache anders. So ist das nun mal mit der selektiven Wahrnehmung und das ist auch gut so.

Kyllburg helau!
Christian Schmidt
(Zeremonienmeister)

Kategorie: Aktuell