44 Jahre KKG

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Dussy's Augenzeugenbericht

Da wird im Vorfeld wohl so mancher gesagt haben: "Die spinnen die Kyllburger". Nun, so ganz unrecht hat man da nicht, aber wir Kyllburger sind liebenswerte Spinner. Besonders wenn es darum geht Karneval zu feiern. Da wird schon mal der Kalender umgeschrieben, nur um Fastnacht feiern zu können. So geschehen auch im Jahre des Herrn 2001, im achten Monat. Da meinten die Kyllburger Narren, es wäre doch mal schön, die Fastnacht aus der kalten Jahreszeit in den Sommer zu verlegen. Grund zum Feiern hätte man ja auch, schließlich würde der Verein in diesem Jahr närrische 44 Jahre alt. Man lud ein und die Leute kamen.

Freitag, 17. August 2001

Zum Freitag gibt's nicht viel zu sagen. Disco mit DJ Heinz stand auf dem Programm. Bis 22.00 Uhr sollten sich die Kiddys ohne Alkohol im Festzelt vergnügen. Ich weiß nicht woran es lag, dass nicht viele den Weg ins Zelt fanden. An der Musik kann es nicht gelegen haben, das war nämlich die Gleiche, die man auf jeder Disco vorgespielt bekommt. Die "frühe" Uhrzeit war wohl eher das Problem, denn die meisten kamen erst nach 22.00 Uhr. Dann ging's weiter wie gehabt – Besäufnis am Bierstand bis nach 3.00 Uhr. Schade, dass das Konzept mit der alkoholfreien Disco nicht ganz auf ging. Ich finde die Idee ganz gut. Vielleicht klappt es bei einer anderen Veranstaltung.

Samstag, 18. August 2001

Buff tää bumms tuut… (Narrhalla-Marsch)

… und das bei 27°C plus. So was hat Kyllburg auch noch nicht gesehen. Um 19.00 Uhr traf man sich auf der Kyllbrücke – wie am 11.11.; der Elferrat in roten Roben, der Schawen mit Gefolge, die Funken mit kurzen Röckchen, der Musikverein mit Instrumenten und der Gropenmann mit nassen Füßen. Als dann auch noch der Hanswurst mit dem Schwarzen in einem Bötchen die Kyll runter fuhr, war allen klar: "De Foasicht as erom doa!"

Unter den Klängen des Kyllburger Liedes, meisterhaft vorgetragen vom Musikverein, kam sie an, die Kyllburger Fastnacht. Dann ging's mit Helau und Narrhalla-Marsch die Bahnhofstraße hoch zum Zelt auf dem Marktplatz. Dort gab es eine kleine Kappensitzung mit Funkentanz, Büttenreden und Ehrungen. Nach dem Kyllburger Lied, vorgetragen von unserem Stadtbürgermeister Otto Böcker und Rainer Drengk an der Quetschkommode. Die Obermöhn Anne Rütt überreichte eine große Fahne als Geschenk zum Geburtstag. Im Gegenzug wurde sie, Anne, zusammen mit Peter Krämer zu Ehrenmitgliedern ernannt. Was folgte, beziehungsweise, was vorher stattfand, waren ein paar weitere Reden von VG-Bürgermeister Spindler, Stadtbürgermeister Otto Böcker, Hella Lano und Marietta Gerten. Der ehemalige Schawen Heinz Dahm ehrte im Namen des RKK (Rheinischer Karnevals-Dingsbums-Irgendwas) verdiente Mitglieder.

Nach all dem spielte die Band Music Collection noch ziemlich lange gute Tanzmusik. Ich hab' mir sagen lassen, dass Manche es noch bis halb sechs morgens ausgehalten haben.

Sonntag, 19. August 2001

In der Nacht fiel wohl etwas Regen, auch morgens hingen noch dicke graue Wolken am Himmel. Doch pünktlich zum Mittagessen riss der Himmel auf und die gute alte Sonne konnte ihre ganze Kraft entfalten. Bestes Wetter also für einen schönen Fastnachtsumzug. Das dachten sich auch zahlreiche Gruppen. Man warf sich ins beste Karnevalskostüm und trabte zur Wilseckerstraße. Dort wurde Aufstellung genommen. Und los ging's, begleitet von Musikvereinen aus Kyllburg und den Nachbargemeinden – sogar die Malberger, die noch nie zur Kyllburger Fastnacht gespielt haben, weil sie selber einen Umzug machen, waren da. Toll!

Der Besucherandrang war sehr groß. Scheinbar konnte die Idee einer Sonnerfastnacht das Publikum begeistern. 16 Gruppen nahmen am Umzug teil und die warfen kiloweise Süßigkeiten unter das Volk. Stimmung – super.

Im Zelt wurde ausgiebig gefeiert. Die kleinsten brauchten nicht einmal eine halbe Stunde um die gesamte Luftballon-Deko zu vernichten. DJ Heinz spielte Karnevalsmusik und es wurde noch lange geschunkelt und gesungen – und getrunken.

Ein schönes Fest ist zuende. Ein Geburtstag wurde zünftig gefeiert. Doch am 11.11. geht es wieder los. Dann heißt es: "Mir sein erom doa – et geht wie freher!"

Dussy

Kategorie: Textarchiv