1982 1. Kappensitzung

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Begeisterungsstürme für Kyllburger Narretei

Zündender Büttenwitz – Kesse Tänze – Urwüchsiger Humor – Ausgezeichnete Stimmung

KYLLBURG. Als neue Narrhalla hat sich die Kyllburger Karnevalsgesellschaft „Mier sein erom do“ die Sporthalle der Hauptschule erkoren. Eine prächtig gestaltete Bühne und eine farbenfrohe Dekoration sowie über 300 begeistert mitgehende Gäste bestimmten neben hochkarätigen Vorträgen und Darbietungen das Bild der neuen Residenz. Hinzu kommt, das der neue Präsident, Hans-Erwin Kapeller, ein glänzendes Debüt gab und mit Grandezza das närrische Zepter schwang. Alles zusammen die beste Empfehlung für die nächste Sitzung am kommenden Samstag, 6. Februar, in Kyllburg.
Tosender Beifall empfing beim Einzug die Funken, den Elferrat mit Präsident Kapeller, Oberzeremonienmeister Hugo Rütz und den legendären Freiherrn von Schawen (Heinz Dahm), der sich mit einer närrischen Rede an das Volk des Kyllburger Landes wandte. Mit dem Kyllburger Lied „Mier sein erom do, so schallt es von den Bergen, so klingt es durch das Tal“, bei dem die Gäste kräftig mitsangen und mitschunkelten, stimmten Reiner Drengk und Bernhard Lenz die Sitzung ein.
Wie seit Jahrzehnten schon gab Altkarnevalist Peter Weinandi als „Hän sele-
ver“ den Startschuß in der Bütt. Gekonnt verstand er es, das Eis zu brechen, und die beiden nächsten, die zwei Reservisten und Grones aus Bitburg, ließen das Stimmungsbarometer steil ansteigen.
Als „Schnorreswackler“ bewährten sich optisch und humoristisch Emst Weber, Stefan Rebellius, Harald Gasper und Herbert Matschulies.
Rasse und Klasse präsentierten die Funken bei ihrem Tanz, den sie ganz allein einstudiert hatten und der, wie man am Beifall merkte, seine Wirkung aufs Publikum nicht verfehlte.
Originell und pointenreich setzten sich wie immer Angela Gasper und Marlies Mathey als zwei Putzfrauen in Szene. Urwüchsicher Humor war die Würze des Vortrags von Arnold Boltz, der als „Et Kloppenmännche“ seinen Sinn für originelle Kostümierung und echten Kyllburger Humor erneut unter Beweis stellte. Mit gekonnten Tänzen, keß und sexy dargeboten, zog das Tanzstudio Meinicke (Mohrweiler) alle Blicke auf sich; Beifall, Zugabe und der Hausorden der KKG waren der Lohn für den professionellen Auftritt.
Mit einem Liederpotpourri brachte nach der Pause das Trio Drengk, Lenz, May sowie Mia Anwander und Silvia Ostermann die Stimmung wieder auf Trab, die dann gleich von Hans Groy als Gastarbeiter weitere Schubkraft erhielt. Steigend blieb die Tendenz auch bei dem uralten Thema Ritter Kuno und Ritter Schmino, als die sich Willi Poß und Wolfgang Krämer vorstellten.
Mit dem Funkentanz wurde wieder Optisches geboten, bevor Emst Weber als geplagter Ehemann wieder für eine tolle Bütt sorgte. Anne Rütt mußte ihren Auftritt „Suche einen Mann“ bis zur nächsten Sitzung verschieben, schade! Turbulent ging es dann auf den Brettern der Bühne zu mit „Hella & Co.“ (Hella Lano, Gretel Brück, Marion Lano, Manfred Niederprüm, Reiner Steffens, Wolfgang Atzhorn, Ingrid Mikschy, Klaus Krämer und Reinhold Uhrmacher). Ihrer Klasseshow folgte dann noch „Ein Song“ von und mit Helmut Schwickerath, der wie immer Schluß- und Glanzpunkt dieses verheißungsvollen Auftaktes in die närrische Session der Kyllburger Narrenschar war.
Außer der zweiten Sitzung am Samstag sollte man sich noch merken: Fetten Donnerstag, 14.30 Uhr, Erstürmung des Rathauses und abends um 20 Uhr Ball im Eifeler Hof, am Samstag, 20. Februar, KKG-Ball im Eifeler Hof und Fastnachtssonntag großer Karnevalszug.

TV: Dienstag, 2. Februar 1982

Kategorie: Textarchiv